Norwegen souverän zu Gold – Deutschland belegt Platz 7

Vetle Sjåstad Christiansen ist durch und nach den Frauen gewinnen auch die Männer souveränes Gold in der Staffel! Sebastian Samuelsson schnappt sich kurz vor dem Ziel noch die Nationalflagge und feiert gemeinsam mit dem Team Silber. Latypov schafft es immerhin, noch Bronze gegen Frankreich abzusichern. Gegen die Norweger kam heute niemand an! Das Team war seit dem Start überlegen und Laegreid gab dem zweiten Läufer bereits einen Vorsprung von 22 Sekunden mit. Tarjei Bø büßte zwar ein, anschließend legte aber der jüngere Bruder nach und gab Schlussläufer Vetle Sjåstad Christiansen einen Vorsprung von 48 Sekunden mit auf seine 7,5 Kilometer. Der brachte die Goldmedaille dann souverän nach Hause und ließ die Konkurrenz zu keinem Zeitpunkt herankommen. Die Schweden schlugen hingegen erst zur Halbzeit zu, arbeitete sich immer näher heran und fing die Konkurrenten auf der letzten Runde noch ab. Auch Russland wird angesichts der ersten Medaille bei dieser WM nicht unglücklich sein.
Für Erik Lesser wurde es heute ein weiteres bitteres Rennen bei dieser WM. Der Routinier war zwar am Schießstand gut dabei, auf er Strecke aber brach Lesser völlig ein, kam überhaupt nicht mit und so fiel Deutschland schon in der ersten Gruppe mit 1:23 Minuten Rückstand auf Rang 20 zurück. Die Enttäuschung war Lesser anzusehen und er zog sich frustriert zurück. Für die übrigen, deutschen Athleten hieß es danach zulaufen. Zu einer Medaille reicht es nicht mehr, aber Rees, Peiffer und Doll gaben trotzdem alles und lieferten tolle Teilergebnisse ab, mit denen es noch auf Platz sieben ging. Das heißt es für sie morgen in den Massenstart mitzunehmen.
Auch die Österreicher waren früh raus. Hier lag das Problem allerdings am Schießstand. Überraschend patzte David Komatz dort und schoss im zweiten Schießen die Strafrunde. Danach war durch die doch eher schwächeren Laufleistungen nicht mehr viel möglich und das Team musste sich mit Platz zehn abspeisen lassen.
Ein positives Fazit können auch die Schweizer nicht unter den Wettkampf ziehen. Hartweg und Weger hielten die Mannschaft noch im Rennen, dann aber kamen bei Finello und Wiestner die Strafrunden und der Traum von der Medaille in der Staffel war ausgeträumt. Zum Ende ging es mit drei Strafrunden und neun Nachladern nicht einmal mehr unter die Top Ten und das Team beendete den Wettkampf auf Platz elf.
Autor: Michel Henschel