Lisa Vittozzi feiert zweiten Sieg – Verfolgungssieg für Johannes Bö


Lisa Vittozzi reißt die Arme in die Luft und kann nach einer klasse Vorstellung den zweiten Sieg ihrer Karriere feiern! Anastasiya Kuzmina bringt trotz vier Strafrunden mit einer starken Laufleistung den zweiten Rang nach Hause, Anais Chevalier wird mit fünf Fehlern Dritte.

Die deutschen Damen konnten heute zeigen, dass der Sprint nur ein Ausrutscher war. Franziska Preuß kämpft sich von Rang 45 auf die sechste Position nach vorne. Denise Herrmann beendet das Rennen als Neunte und auch Karolin Horchler ist mit Platz elf weit nach vorne gekommen. Franziska Hildebrand konnte sich von Startrang 40 bis auf Platz 24 vorarbeiten. Einzig Nadine Horchler fiel durch. Sie beendete ihr Rennen mit fünf Fehlern auf dem 43. Rang.

Lange gut dabei war auch Lisa Theresa Hauser. Im Stehendanschlag ließ die Österreicherin dann allerdings zu viel liegen und fiel noch auf Rang 25 zurück. Christina Rieder wurde 50 und nimmt keine Weltcuppunkte mit.

Lena Häcki konnte heute ebenfalls einige Plätze aufholen. Von Platz 38 am Start, ging es für sie bis auf Platz 17 nach vorne. Genau andersherum lief es für Susanna Meinen, die nach satten elf Fehlern abgeschlagen als 54. über die Ziellinie kam.

Zehn Weltcups, sieben Siege – das ist die hervorragende Bilanz von Johannes Thingnes Bø. Das tolle Duell mit Martin Fourcade sorgte für viel Spannung, der frühere Dominator musste tatsächlich federn lassen. Arnd Peiffer und Lukas Hofer nutzten die zwei Fehler des Franzosen schlussendlich eiskalt aus und dürfen hinter Bø auf dem Treppchen Platz nehmen. Tolles Rennen und das bei dem Wetter!

Das Podest ist für das deutsche Team natürlich ein toller Erfolg. Auch Benedikt Doll bestätigte seine gute Laufform, vier Fehler am Schießstand waren aber leider zu viel. Platz sieben heißt es am Ende für den Schwarzwälder. Erik Lesser verzichtete wie berichtet auf den Start, also war nur noch Johannes Kühn unterwegs. Kühn konnte acht Plätze gut machten und beendet das Rennen als 31. mit vier Fehlern.

Fünf Fahrkarten verhinderten ein besseres Ergebnis von Julian Eberhard, der als Achter über die Ziellinie rutschte. Direkt dahinter platziert sich Simon Eder, der vor allem im zweiten Teil des Rennens sehr ordentlich unterwegs war und nur einen Fehler schoss. Felix Leitner (19.) und Dominik Landertinger (23.) verloren dagegen einige Plätze – trotzdem: In der Staffel darf sich Österreich einige Hoffnungen machen.

17 Plätze gut gemacht und am Ende als Zwölfter das Ziel erreicht – es war ein durchaus starker Auftritt von Benjamin Weger. Der Rest des Schweizer Teams konnte nicht auf sich aufmerksam machen, Martin Jäger leistet sich sechs Fehler und beendet das Rennen nach einer zwischenzeitlich deutlich besseren Platzierung auf Rang 47. Mario Dolger wurde mit fünf Fehlern 49.

Im hinteren Feld gibt es noch einen spektakulären Sturz. Dominik Windisch rutschte bei einer Abfahrt weg und prallte gegen eine Seitenbegrenzung. Glücklicherweise bleibt der Italiener unverletzt, allerdings stehen seine Skier vorne nach oben ab – doppelter Skibruch! Trotzdem zieht Windisch noch durch und kommt als 46. über die Ziellinie.

Foto: Petr Slavík/Český biatlon

Autor: Michel Henschel