Erneuter Sieg für Johannes Bø!

Foto: Petr Slavík, Český biatlon

Es sind mal wieder die bekannten Namen, die beim Sprint in Antholz ganz vorn stehen. Mit überragender Laufform war Johannes Thingnes Bø nicht zu schlagen. Der Norweger durfte sich sogar einen Fehler im Liegendanschlag erlauben, um sich dennoch seinen siebten Saisonsieg zu holen. Herzlichen Glückwunsch! Martin Fourcade war heute in der Loipe eine Spur zu langsam, weshalb es für den Mann in Gelb und Rot nur zu Platz zwei reichte.

Zum zweiten Mal in diesem Winter steht ein deutscher Skijäger auf dem Podium, erstmals ist das Arnd Peiffer, der dieses Ergebnis auf tadelloses Schießen aufbaute. Der 30-Jährige war einer von nur sieben fehlerfreien Schützen. Die Sportler hatten mitunter widrige Windbedingungen zu ertragen, wobei natürlich nicht alle Glück hatten.

Zweitbester Deutscher wurde Benedikt Doll. Bei ihm stellt sich die Frage, soll er sich freuen über die zweitbeste Laufzeit oder sollte er hadern wegen der vier Schießfehler. In jedem Fall weiß der Sprint-Weltmeister, woran er arbeiten muss. Erik Lesser wurde mit drei Strafrunden Fünfzehnter. Das identische Schießergebnis brachten Johannes Kühn (19.) und Simon Schempp (20.) zustande. Roman Rees wurde 29. Mitunter aber waren Fehler einfach windbedingt, da gilt es zu differenzieren. In jedem Fall werden wir alle DSV-Athleten im Verfolger wiedersehen.

Für Österreich holte Julian Eberhard einen Top-10-Platz heraus (7.), fing sich wie Simon Eder (18.) im Liegendanschlag zwei Fehler ein. Dominik Landertinger (zwei Strafrunden) wurde 49. Darüber hinaus schafften es Tobias Eberhard (54.) und Sven Grossegger (57.) geradeso in den Verfolger. Auffällig war, dass sich alle ÖSV-Skijäger mit Ausnahme von Grossegger ihre zwei Fehler stehend einhandelten. David Komatz verpasste als 88. die besten 60.

Bester Schweizer war wenig überraschend Benjamin Weger, der pro Anschlag einmal daneben schoss und daher nicht so weit vorn landete wie zuletzt (17.). Die eidgenössischen Teamkollegen versagten auf ganzer Linie. Mario Dolder schrammt als 61. um eine Sekunde am Verfolger vorbei. Martin Jäger wurde 70., Serafin Wiestner gar nur 102. Jeremy Finello musste seinen Start kurzfristig absagen.

Ergebnisse

Autor: Michel Henschel