Sieg für Fourcade!

Zwar kämpft sich Johannes Thingnes Bø auf unter zehn Sekunden heran. Wirklich ran kommt der Norweger nicht mehr. Souverän behauptet sich Martin Fourcade und gewinnt nach dem Sprint nun auch die Verfolgung von Oberhof. Herzlichen Glückwunsch! Bø kommt als Zweiter an, Bruder Tarjei wird Dritter.
Unbedrängt läuft Emil Hegle Svendsen als Vierter ins Ziel. Dahinter belegen Dmytro Pidruchnyi (Ukraine), Lukas Hofer (Italien) und Benjamin Weger (Schweiz) die weiteren Plätze.
Erneut gaben die besten Biathleten der Saison den Ton an und machten den Sieg unter sich aus. Die Deutschen zeigten sich ohne Simon Schempp und Erik Lesser am Schießstand im Vergleich zu gestern etwas verbessert. Neben den genannten Top-10-Plätzen wusste Roman Rees zu gefallen (eine Strafrunde) und arbeitet sich von 30 auf 19 nach vorn. Aus der Reihe tanzte dagegen Johannes Kühn (34.). Die siebtbeste Laufzeit half dem 26-Jährigen nicht wirklich, weil am Schießstand insgesamt sechsmal danebenschoss.
Für die Schweiz holte Benjamin Weger als Siebter einmal mehr ein Top-10-Resultat. Für Jeremy Finello gab es wieder Weltcuppunkte (30.). Serafin Wiestner ackerte sich von Position 50 auf 37 nach vorn. Die verheerende Schießleistung von Eligius Tambornino wurde bereits thematisiert.
Trotz seiner sechs Schießfehler wurde Julian Eberhard noch 29. Dominik Landertinger sammelte weiter wertvolle Wettkampfpraxis, schob sich von 51 auf 33 nach vorn und holte erstmals in diesem Winter Weltcuppunkte. Ein paar davon fielen auch für Tobias Eberhard (38.) ab.
Schnellster Mann auf der Strecke war Johannes Thingnes Bø – 26 Sekunden flinker als Martin Fourcade. Die drei Fehlschüsse machten dem Norweger einen Strich durch die Rechnung. Arnd Peiffer erarbeitete sich die sechstbeste Laufzeit. Lediglich drei Athleten bleiben heute komplett fehlerfrei. Tarjei Bø, Fredrik Lindström aus Schweden und der Russe Alexey Volkov trafen heute 20 Mal ins Schwarze. Weit weniger geschickt stellten sich Dominik Windisch und Eligius Tambornino mit der Waffe in der Hand an. Jeweils acht Schießfehler sind heftig. Letztgenannter Schweizer kommt als 57. und letzter Läufer ins Ziel.
Autor: Michel Henschel