Fourcade gewinnt Heim Rennen


Unter dem ohrenbetäubenden Jubel der französischen Fans schnappt sich Martin Fourcade 50 Meter vor dem Ziel die französische Fahne und lässt sich feiern. Was für einen Druck er hatte, merkt man dann am Ziel, als der sonst so ruhige Franzose förmlich explodiert. Grandioses Rennen vom Weltcup-Führenden!

Unglaubliche Laufleistung von Johannes Thingnes Bø! Nach zwei Fehlern im ersten Schießen war der Norwegern quasi schon geschlagen – doch das hält einen Thingnes Bø nicht auf. Obwohl Fourcade, Lesser und Shipulin sich keinen einzigen Fehler leisteten, rast der Norweger noch auf Platz zwei und kommt bis auf vier Sekunden an Fourcade ran.

Erik Lesser hat heute eine herausragende Leistung abgeliefert, hat am Schießstand genau den Grat zwischen Risiko und Sicherheit gefunden. Null Fehler waren die Basis, dass er am Ende noch fast mit Thingnes Bø mithalten konnte, war das Sahnehäubchen. Der Lohn ist Platz drei.

Lange Zeit sah es so aus, als könne neben Erik Lesser auch Arnd Peiffer ganz vorne mitmischen. Doch ein Fehler war heute schon zu viel, wenn man nicht zufällig Johannes Thingnes Bø hieß. Peiffer ließ sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen und landet auf Platz 6. Schon beim ersten Schießen verlor Simon Schempp das Magazin, danach war komplett der Wurm drin. Mit am Ende sechs Fehlschüssen landet er auf Platz 25. Nur wenig besser machte es Benedikt Doll, der mit fünf Fehlern auf Platz 18 lief.

Anton Shipulin war nach dem letzten Schießen noch ganz vorne, doch dann brach er ein. Der Russe verlor auf der letzten Runde über 20 Sekunden. Dennoch rettet er ganz knapp Platz vier.Es war nur ein Fehler, der Benjamin Wegers Sprung bis ganz nach vorne verhinderte. Der Schweizer präsentierte sich heute ganz stark in Form und feiert einen richtig guten fünften Platz.

Nicht ganz mithalten konnte der einzige Österreicher im Feld, Simon Eder. Bis zum letzten Schießen lag er noch aussischtsreich im Rennen, ließ sich von Johannes Thingnes Bø mitziehen. Doch vielleicht war genau das der Fehler. Denn danach leistete er sich noch zwei Strafrunden und musste sich mit Platz zwölf zufrieden geben.

Die Biathleten verabschieden sich nun in die Weihnachtspause, doch die nächsten Highlights warten bereits: Am 28. Dezember machen die Weltbesten Athleten einen zwischen Stopp in Gelsenkirchen. Da gibt es die JOKA Biathlon-WTC auf Schalke. Und am ersten Januar-Wochenende steht der Weltcup von Oberhof an. Schöne Weihnachten schon einmal an dieser Stelle, bis bald!

Autor: Michel Henschel