Johannes Thingnes Bø gewinnt nach Sprint auch die Verfolgung


Entscheidung am letzten Schießstand, Sprints ums Podium – mal wieder ein toller Verfolger für Biathlon-Fans. Johannes Thingnes Bø gewinnt mit einer beeindruckenden Leistung, nicht viele können einen Martin Fourcade beim letzten Schießen so eiskalt erwischen. Der Franzose wird hinter dem ebenfalls extrem souveränen Jakov Fak Dritter.

Wie schon in Östersund nutzte das deutsche Team die tollen Ausgangspositionen nicht. Simon Schempp erlaubte sich vier Fehler und musste viel aufholen, dass der 29-Jährige dennoch knapp hinter Fourcade auf Rang vier landet, ist definitiv ein Erfolg. Arnd Peiffer (13.) wackelte im Stehen und rutschte ebenso wie Erik Lesser (15.) und Philipp Nawrath (29.) aus den Top Ten ab. Benedikt Doll (27.) machte immerhin zwanzig Plätze gut.

Zwischenzeitlich schien es ein österreichisches Heim-Debakel zu werden. Immerhin holte Julian Eberhard seinen Rückstand am Ende wieder etwas auf und landete wie schon im Sprint auf Platz elf. Simon Eder (28.) und Daniel Mesotitsch (55.) setzten keine Akzente.

Es sah so gut aus am Beginn für Benjamin Weger. Der Schweizer schien ruhig und kontrolliert, während sich die Konkurrenz um ihn herum die Strafrunden nur so um die Ohren schossen. Im Stehendanschlag erwischte die Bedingungen dann allerdings auch den 28-Jährigen, der am Ede mit sechs Strafrunden auf Platz 23 zurückfiel. Jeremy Finello überquerte als 38. die Ziellinie und verbuchte ein paar Plätze nach oben.

Foto: Ivana Drobáňová
Autor: Michel Henschel