Zweimal Edelmetall für die Bø-Familie – Enttäuschung im DSV-Team

Foto: Manzoni/IBU

Die norwegische Mannschaft darf sich über zwei weitere Medaillen freuen! Der blitzschnelle Johannes Thingnes Bø war mit Abstand der schnellste Athlet in der Spur und deswegen auch von einem Schießfehler auf dem Weg zu Gold nicht zu stoppen. Für den 28-Jährigen gehen die erfolgreichen Tage in China damit weiter, denn es ist seine dritte Medaille im dritten Auftritt.

Auf Platz zwei bestätigt auch der Franzose Quentin Fillon Maillet seine hervorragende Form und schnappt sich mit Silber ebenfalls das dritte Mal Edelmetall bei diesen Winterspielen. Tarjei Bø, der Bruder des Siegers, komplettiert das Podest und holt Bronze. Nur um zwei Sekunden muss sich der viertplatzierte Maxim Tsvetkov vom Russischen Olympischen Komitee geschlagen geben.

Für die deutschen Biathleten gab es im olympischen Sprint nichts zu holen. Bester DSV-Starter wird erneut Benedikt Doll auf dem achten Rang, der den morgigen Verfolger zumindest in einer guten Ausgangslage 1:05 Minute hinter Johannes Thingnes Bø in Angriff nehmen wird. Johannes Kühn (33. Platz) war zwar schnell in der Spur, insgesamt vier Schießfehler verhindern allerdings ein deutlich besseres Resultat. Umgekehrt sieht es bei Roman Rees (17.) aus, der alle zehn Scheiben umlegen konnte, auf der Loipe aber einige Probleme hatte. Philipp Nawrath landet bei seinem ersten olympischen Einzelrennen auf der 22. Position.

Auch die Österreicher hatte mit der Entscheidung letztlich nichts zu tun. Der erfahrene Simon Eder belegt mit einem Schießfehler den 18. Platz. Noch viel weiter nach hinten ging es für Felix Leitner (46. Platz) aufgrund zweier Strafrunden. David Komatz (69.) sowie Patrick Jakob (72.) haben letztlich sogar die Verfolger der besten 60 verpasst. Vor allem bei den Laufzeiten gab es bei den Athleten aus der Alpenrepublik wieder reichlich Luft nach oben.

Nicht nach Wunsch verlief der Sprint auch für Benjamin Weger (53. Platz), dem besten Schweizer im Gesamtweltcup. Obwohl er sich nur einen Fehler geleistet hat, fehlen ihm satte 2:39 Minuten auf die Bestzeit. Zufrieden wird im Gegensatz dazu Sebastian Stalder (27.) nach einem makellosen Auftritt am Schießstand sein. Auch Niklas Hartweg (37.) sowie Joscha Burkhalter (45.) blicken auf passable Leistungen zurück und haben sich locker für den Verfolger qualifiziert.