Sieg für Elvira Öberg in Ruhpolding – Deutsche Frauen Enttäuschen

Foto: Manzoni/IBU
Elvira Öberg feiert ihren dritten Weltcupsieg. Beim Sprint in Ruhpolding lieferte die Schwedin eine glanzvolle Leistung an. Neben dem komplett fehlerfreien Schießen überzeugte die 22-Jährige zudem mit der klaren Laufbestzeit und erwies sich in dieser Kombination als unschlagbar. Damit distanzierte sie selbst die Gesamtweltcupführende Marte Olsbu Røiseland um fast 22 Sekunden. Dahinter erreichte Dorothea Wierer erstmals in diesem Winter das Podium.
Aus deutscher Sicht verlief der Sprint eher enttäuschend. Einzig Franziska Hildebrand wusste einigermaßen zu gefallen, verpasste als Siebzehnte die halbe Olympianorm letztlich knapp. Denise Herrmann (24.) vergeigte den Wettkampf trotz der siebtbesten Laufzeit mal wieder am Schießstand (zwei Strafrunden). Vanessa Voigt wurde 29. Und Vanessa Hinz (60.) rettete sich geradeso in den Verfolger. Den verpasste Marion Wiesensarter (63.) um knapp vier Sekunden. Die Weltcup-Debütantin Hanna Kebinger wurde 66.
Als mit Abstand beste Österreicherin hatte die gleichfalls fehlerfreie Lisa Theresa Hauser lange Zeit das Stockerl im Blick, rutschte nach zwischenzeitlicher Führung aber noch auf Platz 6 ab. Die Lücke zu den übrigen drei ÖSV-Athletinnen gestaltete sich gewaltig, war in etwa drei Minuten groß. So verpassten Katharina Innerhofer (78.), Julia Schwaiger (79.) und Christina Rieder (83.) die Qualifikation für den Verfolger deutlich.
Auch aus schweizerischer Sicht gibt es wenig Grund zur Freude. Beste war noch Lena Häcki als 38. Amy Baserga (40.) holte immerhin noch einen Weltcup-Punkt. Und zwei der Gasparin-Schwestern dürfen am Sonntag in der Verfolgung antreten – Elisa (45.) und Selina (46.) sind das. Aita, die Dritte im Bunde, wurde abgeschlagen 80.