Frankreich feiert Gold in der Single Mixed Staffel – Deutschland wieder auf Platz Sieben

Foto: Manzoni/IBU

Julia Simon ballt die Faust, als sie über die Ziellinie fährt und schließt ihren Teamkameraden Antonin Guigonnat in die Arme. Sie dürften heute die Goldmedaille in einem engen Wettkampf feiern. Für das norwegische Duo wird es die Silbermedaille. Bronze dürften die Schweden bejubeln, die mit einem Rückstand von 22,6 Sekunden im Zielraum eintrudeln. Die Norweger waren lange auf Goldkurs, am Ende aber war es sich dann doch nicht ganz ausgegangen und auf den finalen Metern des Rennens holte Julia Simon noch einmal alles aus sich heraus und schaffte es, Eckhoff die Stirn zu bieten. Dahinter gibt es mit Norwegen und Schweden aber keine großen Überraschungen. Die Ukraine verpasste als viertes Team mit 13 Sekunden Rückstand schon deutlich die Medaillen.

Enttäuscht dürfte das deutsche Team sein. Die Medaillenchance war früh dahin und schon im zweiten Schießen ging es für Lesser in die Strafrunde. Auch in der Summe ließ das Duo heute am Schießstand zu viel liegen und konnte so nicht mehr viel aufholen. Mehr als Position sieben war mit einer Strafrunde und zehn Nachladern nicht drin.

Lange die Hand an den Medaillen hatte das Duo aus Österreich. Im hitzigen, letzten Schießen aber behielt Hauser nicht den Durchblick und es ging in die Strafrunde. Mehr als Platz sechs war so am Ende nicht möglich. Da dürfte es wenig Trost sein, dass es auch Italien nicht viel besser erging.

Bei dem Duo aus der Schweiz waren die Ansprüche heute sicherlich auch größer als Platz neun. Liegengelassen hatte aus dem Duo vor allem Benjamin Weger, der schon in den bisherigen Wettkämpfen mit dem Schießstand Probleme hatte. Irene Cadurisch leistete sich erst in ihrem letzten Schießen Fehler und musste zum Abschluss noch dreimal nachladen. Dennoch wird ihr diese Leistung Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.

Autor: Michel Henschel