Martin Ponsiluoma jubelt über Gold

Foto: Thibaut/IBU

Nachdem Martin Ponsiluoma im Sprint schon zweimal auf dem Podest stand, darf der 25-Jährige heute über den ersten Einzelsieg seiner Karriere freuen. Der Schwede war am Schießstand heute gut dabei, traf alle Scheiben und auch die Laufzeit passte, womit er in der Summe die beste Leistung ablieferte und zurecht über Gold jubeln darf. Silber geht an Simon Desthieux und auch auf dem Bronzerang findet sich mit Emilien Jacquelin ein französischer Biathlet wieder.

Die großen Topfavoriten hingegen konnten heute nicht zustechen. In der Summe war das norwegische Team mit vier Athleten in den Top Ten wieder gut dabei, doch mit den Medaillenrängen ging es sich am Ende nicht aus. Besonders Johannes Thingnes Bø dürfte angesichts zwei Fehler im Liegendanschlag heute nicht zufrieden mit seinem Rennen sein, denn die Laufzeit war einmal mehr überragend mit 21 Sekunden Vorsprung zum ersten Konkurrenten in der reinen Laufzeit. Zurückschlagen können die „Wikinger“ im Verfolger, denn die Abstände nach vorne können durchaus zugelaufen werden.

Noch enttäuschter dürften mit der abgelieferten Leistung die deutschen Männer sein. Insbesondere am Schießstand hakte es und so war nicht viel drin beim Sprint über die zehn Kilometer. Das beste deutsche Ergebnis holte schließlich Arnd Peiffer, der auf dem 36. Platz gelandet war. Benedikt Doll lieferte zwar die achtbeste Laufzeit, doch mit vier Fehlern sprang dann halt doch nicht viel mehr raus als Position 39. Ähnliches trifft auf Johannes Kühn zu, der in der reinen Laufzeit ebenfalls in den Top Ten lag, mit vier Fehlern am Schießstand aber nur 45. wurde. Eine bittere Pille muss Erik Lesser schlucken. Mit zwei Fehlern und einer schwachen Laufleistung darf er als 66. nicht einmal im Verfolger antreten.

Bei den Österreichern lief es in der Breite auch eher durchwachsen. Seine Chancen im Verfolger hält Simon Eder aufrecht, der heute mit null Fehlern auf dem 16. Platz zu finden ist. Dahinter passiert dann lange nichts, ehe auf Rang 38 der Name David Komatz auftaucht. Felix Leitner kam mit drei Fehlern auf den 52. Platz. Für Julian Eberhard wird es mit Platz 67 nicht zu einem Start im Verfolger kommen.

Auch die Schweizer werden heute sicherlich kein positives Fazit unter das erste Männer-Rennen der WM ziehen. Die Hoffnungen ruhten auf Benjamin Weger, doch ausgerechnet der verpasste mit Platz 62 sogar den Verfolger. Auch Jeremy Finello wird mit Position 73 zusehen müssen. Bester Schweizer wurde Martin Jäger auf Rang 44. Nikas Hartweg kam als 50. ins Ziel.

Autor: Michel Henschel