Sprint Sieg für Denise Herrmann im Geisterrennen und gewinnt kleine Sprint Kugel

Foto: Marek Černák

Im Osten Finnlands feiert Denise Herrmann ihren dritten Erfolg des Winters, ihren siebten Weltcupsieg insgesamt. Mit der frühen Startnummer 2 legte die 31-Jährige furios vor, leistete sich bei schwierigen Bedingungen einzig im Stehendanschlag einen Fehlschuss. Dank der besten Laufzeit des Tages vermochte die Sächsin das zu kompensieren und war somit nicht zu schlagen. Aus deutscher Sicht machte Franziska Preuß als Zweite die Sache rund. Die 26-Jährige hatte sich liegend eine Strafrunde eingehandelt und wusste darüber hinaus mit der sechstbesten Laufzeit zu gefallen. Rang 3 ging letztlich an Tiril Eckhoff.

Neben den beiden Damen auf dem Podium überzeugte auch Karolin Horchler. Dank tadellosen Schießens – das schafften sonst nur noch zwei andere Damen – holte die 30-Jährige als Zwölfte ihr bestes Saisonergebnis. Vanessa Hinz wurde nach zwei Strafrunden 21. Weltcup-Debütantin Stefanie Scherer verpasste als 62. die Qualifikation für den Verfolger um knapp zweieinhalb Sekunden.

Einen angenehmen Nebeneffekt hatten die Ergebnisse das Tages für Denise Herrmann, die sich nicht nur über den Sieg freuen darf, sondern zudem auch noch die kleine Kristallkugel für den Sprint-Weltcup abstaubt. Im letzten Moment fing die DSV-Skijägerin Dorothea Wierer ab. Neun Zähler sprachen am Ende für die Deutsche.

Für die Österreicherinnen war es ein gebrauchter Tag. Als Beste sortierte sich Christina Rieder mit einem Fehlschuss als 34. ein. Lisa Theresa Hauser wurde nur 43. Dunja Zdouc (beide drei Fehler) schaffte es als 60. geradeso in den Verfolger. Doch das spielt offenbar ohnehin keine Rolle mehr, denn der ÖSV soll seine Sportler aufgrund der mit dem Coronavirus verbundenen Reisewarnungen vorzeitig nach Hause beordern zu wollen.

Für die Schweiz lief Selina Gasparin als Zehnte ins Ziel (zwei Strafrunden). Einmal weniger kreiseln musste Schwester Aita (22.). Susanna Meinen wurde 31. Und auch Elisa Gasparin (51.) ist im Verfolger morgen dabei – nicht jedoch Lena Häcki (78.), die mit sieben Fehlern heute zu den schwächsten Schützinnen zählte.

Autor: Michel Henschel