Norwegen verteidigt Titel

Foto: Marek Černák

Am Ende also setzten sich zwei der Toptfavoriten durch. Die sehr hoch gehandelten Norweger ließen sich die Sache in Bestbesetzung mit Marte Olsbu, Tiril Eckhoff, Tarjei Bö und Johannes Bö nicht nehmen und verteidigten ihren Titel in der Mixed-Staffel. Dahinter fehlte den Italienern mit Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Dominik Windisch nicht viel zum ganz großen Wurf. Mit einem Nachlader weniger war das Team des Gastgerbers dennoch etwas zu langsam, hielt im heimischen Antholz insgesamt aber dem Druck stand und holte immerhin Silber. Und da mit den Franzosen ein Medaillenanwärter in Person von Startläuferin Julia Simon patzte, nutzte Tschechien mit Eva Kristejn Puskarčíková, Marketa Davidova, Ondrej Moravec und Michal Krčmář die Gunst der Stunde, um Bronze zu ergattern. Zu verdanken war diese den herausragenden Schießleistungen. Die vier tschechischen Athleten mussten insgesamt lediglich zweimal nachladen.

Auch Deutschland mit Franziska Preuß, Denise Herrmann, Arnd Peiffer und Benedikt Doll hätte berechtigte Medaillenchancen gehabt. 18,4 Sekunden fehlten letztlich. Natürlich ließe sich dieses Defizit ziemlich genau mit der einen Strafrunde von Denise Herrmann erklären, doch waren letztlich die elf Nachlader des gesamten Teams allein schon zu viel. Jeder der DSV-Athleten ließ so wertvolle Zeit liegen, womit in der Summe der undankbare 4. Platz blieb.

Österreich bewegte sich bis zum vierten Schießen in Schlagdistanz zu den Medaillen. Doch wo Denise Herrmann patzte, erwischte es auch Katharina Innerhofer. Eine Strafrunde warf die ÖSV-Staffel noch weiter zurück. Somit blieb den zwei Herren dann nur noch Schadensbegrenzung, was zu einem 8. Platz führte.

Noch länger durften die Schweizer von Edelmetall träumen. Erst Schlussläufer Serafin Wiestner machte das gute Ergebnis mit zwei Strafrunden im letzten Schießen zunichte. Anfangs weit vorn unterwegs, fielen die Eidgenossen am Ende bis auf Rang 10 zurück.

Autor: Michel Henschel