Johannes Thingnes Bø feiert Sieg nach Baby Pause

Foto: Petr Slavík/Český biatlon

Johannes Thingnes Bø war also bei seiner Rückkehr in den Weltcup nicht zu schlagen und sicherte sich zugleich wieder den Sieg. Der Norweger siegte mit 11,4 Sekunden vor Martin Fourcade aus Frankreich. Auf Platz drei kam Fabien Claude ins Ziel, für den es der erste Podestplatz seiner Karriere ist. Der wird zugleich ein besonders schwerer sein. Claude hatte erst gestern von einem schweren Unglück seines Vaters erfahren, der mit einem Schneemobil bei einer geführten Tour in Kanada ins Eis krachte und seitdem als verschollen gilt. Umso höher ist die Leistung des 25-Jährigen heute einzuschätzen.

Im deutschen Team konnte sich nach seinen tollen Resultaten in Ruhpolding auch heute wieder Philipp Nawrath hervortun. Mit einer starken Schieß- und Laufleistung ergatterte er sich im Einzel den vierten Platz und damit sein bisher bestes Resultat im Weltcup. Neben ihm erreichten auch Johannes Kühn (8.) und Benedikt Doll (10.) einen Platz in den Top Ten. Philipp Horn beendete den Wettkampf auf dem 14. Rang. Erik Lesser wurde 20. und muss jetzt hoffen, dass das für die Qualifikation für den Massenstart reicht. Arnd Peiffer beendete sein Rennen auf einem doch enttäuschenden 45. Platz.

Bei den Österreichern sah es heute anders aus und von einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte nicht die Rede sein. Einzig Simon Eder konnte mit Platz 15 auf ein gelungenes Rennen zurückblicken. Dahinter passierte dann lange nichts, ehe auf Platz 49 David Komatz folgte. Daneben holte einzig Julian Eberhard Punkte. Viele gibt es für Platz 58 allerdings nicht.

Auch die Mannschaft aus der Schweiz blickt auf einen schwierigen Wettkampf zurück. Benjamin Weger landete mit zwei Schießfehlern auf dem 22. Rang. Neben ihm konnte einzig Serafin Wiestner auf dem 60. Platz überhaupt in die Punkteränge laufen.

Autor: Michel Henschel