Justine Braisaz gewinnt 15 km von Östersund

Die Franzosen bestimmten die Einzelwettkämpfe in Östersund. Nach dem totalen Triumph der Männer um Martin Fourcade gestern legten heute also die Damen um Justine Braisaz nach. Die 23-Jährige beließ es bei zwei Schießfehlern und regelte den Rest über die drittbeste Laufzeit, war in dieser Kombination nicht zu schlagen. Am Schießstand wusste Yuliia Dzhima, die als einzige Dame überhaupt ohne jeden Fehlschuss blieb. Julia Simon ebenfalls aus Frankreich fällt zurück auf Rang drei und schubst Ingrid Landmark Tandrevold vom Podium.
Nach den Herren am gestrigen Tag konnten auch die deutschen Damen im Einzel nicht überzeugen. Bei schwierigen Bedingungen war Fanziska Preuß mit drei Schießfehlern auf Rang zwölf einmal mehr beste DSV-Biathletin. Denise Herrmann (18.), Vanessa Hinz (27.), Franziska Hildebrand (39.), Karolin Horchler (49.) und Anna Weidel (54.) haben je viermal vorbeigeschossen.
Was wäre hier heute für Lena Häcki möglich gewesen! Die Schweizerin liefert ein grandioses Rennen ab, trifft die ersten 17 Schüsse und setzt dann die letzten drei daneben. Und dennoch wird es am Ende Platz sechs mit nur einer guten Minute Rückstand auf die Spitze. Leicht auszurechnen, was da drin gewesen wäre. Selina Gasparin darf mit Rang 22 nach drei Fehlern auch noch zufrieden sein, ihre Schwestern Elisa (48.) und Aita (53.) haben ein paar mal mehr daneben geschossen. Irene Cadurisch hat gleich neun Scheiben verfehlt.
Auch beim ÖSV hatte man sich sicher etwas mehr erhofft. Katharina Innerhofer mit fünf und Lisa Hauser mit vier Fahrkarten landeten außerhalb der Top 30. Dafür sprangen heute aber andere in die Bresche. Julia Schwaiger wurde mit zwei Fehlern auf Rang 20 beste Österreicherin, Dunja Zdouc mit nur einem Patzer 25. Christina Rieder landete nach sechs Missgeschicken am Schießstand abgeschlagen auf Rang 80.
Autor: Michel Henschel