Überraschendes Einzel Gold für Arnd Peiffer

Foto: Petr Slavík/Český biatlon


Auf den Punkt zeigte sich Arnd Peiffer topfit. Als einer von nur zwei Athleten – der andere war Vetle Sjaastad Christiansen – blieb der Mann aus Clausthal-Zellerfeld komplett fehlerfrei. Das stellte die Basis des Erfolgs dar. Dazu gesellte sich die neuntbeste Laufzeit, was in der Summe zu mehr als einer Minute Vorsprung und der mit Abstand besten Kombinationsleistung führte. Verdientermaßen kürte sich der Harzer ein zweites Mal nach dem Sprint 2011 zum Weltmeister.

Seinen mit Abstand besten Wettkampf lieferte Vladimir Iliev. Der Bulgare holte zwar 2017 mal Gold in einem EM-Sprint, aber Europameisterschaften sind im Biathlon eher eine zweitklassige Angelegenheit. Auf der ganz großen Bühne trat der 31-Jährige nie derart in Erscheinung, darf ohne Frage als die Überraschung des Tages gelten. Auf Rang drei landete ein Mann namens Boe. Dabei aber handelte es sich nicht um den großen Favoriten Johannes, sondern dessen Bruder Tarjei.

Richtig gut dabei war heute Erik Lesser. Bis zu seinem zweiten Fehler beim allerletzten Schuss lag eine Medaille in der Luft. Am Ende aber wurde es so nur Rang elf. Damit rutsche der Olympiazweite von 2014 noch einen Platz hinter Benedikt Doll (10.) zurück, der sogar drei Minuten aufgebrummt bekam und damit die drittbeste Laufzeit nicht veredeln konnte. Roman Rees wurde mit zwei Strafminuten letztlich 20.

Die Österreicher erlebten einen gebrauchten Tag. Bester war noch Felix Leitner als 30. – mit drei Strafminuten. Julian Eberhard (51.) schoss fünfmal daneben, Dominik Landertinger (48.) viermal. Und Simon Eder gab den Wettkampf nach drei Fehlschüssen vorzeitig entnervt auf.

Nicht viel besser lief es für die Schweizer, die in Jeremy Finello (24.) ihren Besten hatten, der drei Scheiben verfehlte. Doppelt so viele Strafminuten handelte sich Benjamin Weger (44.) ein. Martin Jäger (73.) schetzte sieben Schüsse daneben, Mario Dolder (87.) neun. Damit schoss der Eidgenosse noch nicht einmal den Vogel ab, denn der Ungar Soma Gyallai verfehlt gar zwölf Ziele.

Autor: Michel Henschel