Verfolgungs Sieg für Quentin Fillon Maillet

Foto: Petr Slavík/Český biatlon


Quentin Fillon Maillet läuft das souverän nach Hause und darf sich im Ziel über seinen zweiten Weltcupsieg freuen. Dann rutscht Vetle Sjåstad Christiansen entspannt auf Rang zwei, Simon Desthieux folgt mit gebührendem Abstand. Danach tun sich noch gewaltigere Abstände auf. Mehr als anderthalb Minuten liegt Johannes Thingnes Bø als Vierter zurück. Erik Lesser weist dann bereits knapp zwei Minuten Defizit auf, was für Platz fünf reicht.

Auch Erik Lesser hatte liegend zunächst tadellos geschossen, fing sich stehend dann vier Runden ein. Dennoch wurde der 30-Jährige als Fünfter bester Deutscher. Fünf Fehlschüsse erlaubte sich Benedikt Doll, was sich mit der drittbesten Laufzeit nur bedingt korrigieren ließ. Immerhin für Rang neun reichte es dennoch. Mit fünf Fehlern wurde Roman Rees Achtzehnter. Vier Fahrkarten gönnte sich Philipp Nawrath (22.). Stattliche neun Runden drehte Johannes Kühn, staubte als 33. trotzdem Weltcuppunkte ab.

Einen starken sechsten Platz erkämpft sich Benjamin Weger. Wie der Sieger blieb Christian Gow heute vollkommen fehlerfrei, was mit Rang acht belohnt wird. Ohne Strafrunde kam sonst heute keine weiterer Athlet durch. Benedikt Doll holt als Neunter eine Top-10-Platzierung.

In Abwesenheit von Martin Fourcade setzten sich andere Franzosen in Szene, brachten heute zwei Männer aufs Podium. Im Hinblick auf Staffelrennen wird die Grande Nation sehr zu beachten sein. Neben dem fehlerfreien Schießen glänzte der Sieger Quentin Fillon Maillet mit der zweitbesten Laufzeit. Schneller war nur Johannes Thingnes Bø, der sich allerdings im Stehendanschlag fünf Strafrunden einhandelte.

Bester Österreicher wurde Simon Eder (13.), der sich bei den Stehendanschlägen jeweils eine Strafrunde einhandelte. Fünf Scheiben verfehlten Felix Leitner (21.) und Julian Eberhard (27.). Letzterer macht damit immerhin fast 20 Plätze gut. Bruder Tobias kam mit acht Fehlschüssen nicht vom Fleck und verfehlte als 44. erneut die Punkteränge.

Neben Benjamin Weger ergatterten auch Martin Jäger (26.) und Jeremy Finello (36.) trotz ihrer fünf Schießfehler Weltcuppunkte. Mit noch einer Strafrunde mehr vollbrachte das auch Mario Dolder (38.). Für Serafin Wiestner jedoch waren acht verfehlte Ziele eindeutig zu viel (50.). Der Slowene Mitja Drinovec wusste das dennoch zu toppen, der irrte sogar elfmal durch die Strafrunde.

Autor: Michel Henschel