Russland siegt vor Deutschland und Tschechien – Auch Russische Männer gewinnen Staffel von Oberhof

Das Team aus Russland mit Evgeniya Pavlova, Margarita Vsileva, Larisa Kuklina und Ekaterina Yurlova-Percht haben das Staffel Rennen von Oberhof gewonnen. Im Ziel hatten die Russinnen einen Vorsprung von 33,5 Sekunden auf Platz Zwei. Insgesamt musste das Team nur 8 mal Nachladen.
Mit dem Sieg hatte es am Ende nicht gereicht, trotzdem kann das deutsche Team auf ein gutes Rennen zurückblicken. Der zweite Platz in dieser schweren Staffel ist ein großer Erfolg nach dem durchwachsenen Beginn am Sprint-Tag von Oberhof. Insbesondere Franziska Hildebrand und Franziska Preuß zeigten sich im Mittelteil stark und brachten ihre Mannschaft in eine tolle Position. Aber auch Startläuferin Karoline Horchler und Schlussläuferin Denise Herrmann zeigten sehr gute Rennen.
Über Rang drei freuen sich die Tschechinnen mit Lucie Charvatova, Veronika Vitkova, Marketa Davidova und Eva Puskarcikova. Dieser Dritte Platz ist das erste Podest für die Staffel ohne Ihren Superstar Gabriela Koukalova.
Für das österreichische Team war das Rennen bereits vorbei, ehe es wirklich begonnen hatte. Lisa Theresa Hauser war in der ersten Abfahrt gestürzt und hatte sich dabei das Gewehr beschädigt. Am Schießstand musste sie dann aufgeben.
Mit einem derben Rückstand von 3:56 Minuten kommt dann auch Susanna Meinen für das Team aus der Schweiz über die Linie. Platz zehn springt am Ende für das Quartett mit Elisa und Aita Gasparin, Lena Häcki und Susanna Meinen heraus.
Der Schlüssel zum Sieg war bei den Russinnen auch der Auftritt am Schießstand. Mit nur acht Nachladern und keiner Strafrunde zeigte die Mannschaft dort klar die beste Leistung. Daneben kam einzig Norwegen ohne eine Strafrunde durch.

Maxim Tsvetkov, Evgeniy Garanichev, Dmitry Malyshko und Alexander Loginov gewinnen nach den Frauen auch das Staffel Rennen der Männer. Das Team brauchte nur Sech Nachlader am Schießstand und damit waren sie das beste Team vom gesamten Feld.
Frankreich mit Antonin Guigonnat, Simon Desthieux, Quentin Fillon Maillet und Martin Fourcade belegen einen tollen Zweiten Platz. Im Ziel hatte das Team aus Frankreich einen Rückstand von 1,01 Minuten auf die Sieger.
Platz drei geht an Österreich mit Tobias Eberhard, Simon Eder, Dominik Landertinger und Julian Eberhatd, auch der Sturz von Julian Eberhard ändert daran nichts mehr.
Es war insgesamt – mit Ausnahme des jungen Vaters Erik Lesser, der eine starke Leistung geboten hat – kein gutes Rennen der deutschen Staffel. Es war sogar ein schlechtes. Richtig schlecht aber war es am Schießtstand. Satte 17 Schießfehler und zwei Strafrunden bedeuten da schlechteste Schießergebnis des gesamten Feldes. Heute klaffen Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinander im deutschen Team. In Ruhpolding hat man aber schon nächste Woche die Möglichkeit auf Wiedergutmachung. Es wäre allerdings nicht verwunderlich, wenn Simon Schempp in Ruhpolding nicht antreten würde. Denn dieser ließ nach einem schlechten Sprint eine noch schlechtere Staffel folgen – sowohl auf der Strecke als auch am Schießstand. Hinterher äußerte er sich ziemlich ratlos. Für Schempp gilt es nun, schnellstmöglich die Ursachen für sein Leistungsloch zu finden.
Autor: Michel Henschel