Frankreich gewinnt Single Mixed Staffel, Italien siegt trotz Strafrunde

Dass ein gutes Schießergebnis auch in diesem Wettbewerb nicht alles ist, beweisen die Norweger auf Rang drei: Marte Olsbu und Johannes Thingnes Bø stellen mit insgesamt elf Nachladern und einer Strafrunden das schlechteste Schießergebnis der Top Ten, können sich dank einer guten Laufleistung am Ende aber dennoch über Platz drei freuen.
Für das ukrainische Duo bleibt damit nur der undankbare vierte Platz, unmittelbar vor Russland. Die lange Zeit im Kampf um die Podestplätze befindlichen Teams aus Kanada und Japan werden nach zu vielen Nachladern beim letzten Schießen am Ende Siebter bzw. Achter.
Für das deutsche Duo Vanessa Hinz und Roman Rees läuft es nicht wie erhofft. Mit insgeamt zehn Nachladern ist ein Topresultat nicht mehr möglich, sodass am Ende mit 58,5 Sekunden Rang zehn zu Buche steht. Noch schlechter ergeht es dem Schweizer Team: Irene Cadurisch und Joscha Burkhalter benötigen 14 Extrapatronen und müssen zudem einmal in die Strafrunde, was in der Endabrechnung.
Die siegreichen Italiener mit Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi, Dominik Windisch und Lukas Hofer mussten ebenfalls eine Strafrunde und 13 Nachlader in Kauf nehmen, waren jedoch stark in der Spur unterwegs. Die Ukraine (Anastasiya Merkushyna, Vita Semerenko, Artem Pryma und Dmytro Pidruchnyi) benötigt hingegen insgesamt nur drei Nachlader und legt die Basis für ihren zweiten Platz damit am Schießstand. Platz drei geht an den norwegischen Vierer um Synnøve Solemdal, Tiril Eckhoff, Henrik L’Abee-Lund und Tarjei Bø, die insgesamt neun Extrapatronen benötigt.
Hinter den Top drei verpasst Tsvetkov für Russland das Podest knapp, während Deutschland hinter Frankreich und Schweden nur der siebte Platz bleibt. Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Erik Lesser und Benedikt Doll haben nach zwei Strafrunden und zwölf Nachladern am Ende 1:31,2 Minuten Rückstand auf das Siegerteam aus Italien.
Während Rang sieben für das DSV-Team eine Enttäuschung ist, darf der achte Platz von Österreich durchaus als Erfolg gewertet werden: Christina Rieder, Katharina Innerhofer, Daniel Mesotitsch und Tobias Eberhard liegen mit zwei Strafrunden und nur sechs Nachladern letztlich 2:34 Minuten hinter Italien.
Morgen stehen zum Abschluss dieses Weltcupwochenendes noch die Massenstarts auf dem Programm, von denen wir natürlich ebenfalls live berichten werden.
Foto: IBU
Autor: Michel Henschel