Hanna Öberg gewinnt überraschend die 15 km von PyeongChang, Johannes Thingnes Bø erstmals Olympiasieger
Startnummer 24 vor Startnummer 6 vor Startnummer 80 – dieses Einzelrennen brachte Spannung von Beginn bis zum Ende. Und am Ende triumphiert mit Hanna Öberg überraschend eine Schwedin. Die 22-Jährige bleibt fehlerfrei am Schießstand, liefert zudem die sechstbeste Laufzeit und sichert sich somit verdient die Goldmedaille.
Erst hinter der Schwedin landen mit Anastasiya Kuzmina und Laura Dahlmeier die eigentlichen Topfavoritinnen. Kuzmina ist in der Loipe zwar erneut die Schnellste, zwei Strafrafminuten kann aber auch sie nicht herauslaufen. Am Ende fehlen ihr 24,7 Sekunden auf Gold. Laura Dahlmeier holt nach ihrem Doppelgold in Sprint und Verfolgung erneut Edelmetall und wird mit einer Strafminute Dritte. Sie hat im Ziel 41,2 Sekunden Rückstand auf die Siegerin.
Mit Franziska Preuß landet eine weitere deutsche Athletin knapp neben dem Podest. Preuß bleibt fehlerfrei und hat letztlich 59,7 Sekunden Rückstand auf Öberg. Hinter der Deutschen überrascht die Slowakin Paulína Fialková als Fünfte ebenso wie die Polin Monika Hojnisz auf Rang sechs.
Neben Dahlmeier und Preuß gelingt auch Franziska Hildebrand im heutigen Rennen der Sprung unter die Top Ten. Ein Fehler beim zweiten Schießen bedeuten am Ende Rang neun mit 2:31,4 Minuten Rückstand. Maren Hammerschmidt verpasst ein besseres Resultat am Schießstand: Mit drei Strafminuten und 3:20,8 Minuten Rückstand belegt sie in der Endabrechnung Rang 17.
Für das Highlight aus Schweizer Sicht sorgt derweil Elisa Gasparin. Nach einem Fehler beim ersten Schießen bleibt sie in der Folge dreimal fehlerfrei und belegt am Ende einen sehr guten achten Platz. Weniger gut läuft es für ihre Teamkolleginnen: Lena Häcki klassiert sich mit vier Strafminuten auf Platz 34, Selina Gasparin (5 Strafminuten) und Aita Gasparin (5) kommen derweil nicht über die Ränge 65 bzw. 68. hinaus.
Ohne Chance auf eine Topplatzierung waren letztlich die drei österreichischen Starterinnen: Lisa Theresa Hauser beendet das Rennen mit drei Strafminuten auf Platz 41, ihre Teamkolleginnen Dunja Zdouc und Katharina Innerhofer werden am Ende mit zwei bzw. fünf Schießfehlern 58. bzw. 60.
Ergebnisse – Frauen
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Ganz oben auf dem Podest betreibt Johannes Thingnes Bø also mehr als Wiedergutmachung für die verkorksten ersten olympischen Rennen und holt sich die Goldmedaille im Einzelwettkampf. Dank der besten Lauf- und einer schnellen Schießzeit kann er zwei Strafminuten auf die ärgsten Konkurrenten herausholen.
Das war noch einmal richtig spannend. Johannes Thingnes Bø sieht zunächst wie der sichere Sieger aus, ehe Dominik Landertinger und Jakov Fak mit fehlerfreiem Schießen das Klassement noch einmal auf den Kopf stellen und sich letztlich auf die Ränge zwei bzw. drei schieben. Martin Fourcade fällt nach zwei Strafminuten beim letzten Schießen auf Rang fünf zurück, dazwischen klassiert sich der Verfolgungszweite Sebastian Samuelsson aus Schweden.
Nach der Goldmedaille von Arnd Peifer im Sprint und Bronze durch Benedikt Doll in der Verfolg bleiben die deutschen Skijäger heute ohne Medaille, was vor allem an zu vielen Fehlern am Schießstand begründet liegt. Einzig Erik Lesser verfehlt hier nur eine Scheibe, kann allerdings läuferisch nicht ganz mithalten und belegt am Ende Rang neun. Arnd Peiffer wird nach drei Strafminute Platz 21, während Simon Schempp bei den ersten beiden Schießeinlagen vier Scheiben stehenlässt und das Rennen auf Rang 36 beendet. Noch schlechter ergeht es Johanees Kühn, der sein Olympiadebüt nach sechs Schießfehlern auf Rang 58 beendet.
Bei den Österreichern überwiegt natürlich die Bronzemedaille für Dominik Landertinger, die er sich vor allem durch eine fehlerfreie Leistung am Schießstand erarbeitet. Aber auch Simon Eder, der mit zwei Fehlern Elfter wird, und Julian Eberhard, für den es trotz dreier Strafminuten zu Platz 17 reicht, wissen heute durchaus zu überzeugen. Tobias Eberhard beendet das Rennen mit vier Schießfehlern auf Rang 57.
Hinter Martin Fourcade darf ein Schweizer jubeln: Benjamin Weger verfehlt nur eine der 20 Scheiben und belegt am Ende mit 48,6 Sekunden Rückstand einen starken sechsten Platz. Nach einem Fehler zum Auftakt bleibt er in der Folge dreimal fehlerfrei und hat am Ende lediglich 48,6 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Seine beiden Teamkollegen haben mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun: Jeremy Finello und Mario Dolder verfehlen jeweils drei Scheiben und müssen sich am Ende mit den Rängen 47 bzw. 49 begnügen.
Ergebnisse
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Autor: Michel Henschel

