Laura Dahlmeier ist Doppel-Olympiasiegerin

Was sind das für Laura-Dahlmeier-Festspiele! Mit riesengroßem Vorsrpung schnappt sich Dahlmeier die deutsche Fahne und lässt jubelnd austrudeln. Wir können uns nur Verneigen vor dieser Ausnahmeathletin. Gold für Laura Dahlmeier, Gold für Deutschland!

Richtig spannend ist es im Kampf um Platz zwei. Bescond hat auf der letzten Runde ein paar Mal angetestet, Kuzmina wirkte nicht mehr ganz frisch. Doch die Slowakin blieb bis zur Zielgerade dran und suchte die Entscheidung im Sprint. Mit den allerletzten Körnern rettet sie eine Skispitze Vorsprung und holt sich die Silbermedaille. Doch auch Bescond jubelt im Ziel über ihre Bronzemedaille.

Die Silbermedaillen-Gewinnerin des Sprints geht heute leer aus. Doch sie wird sich nicht grämen. Denn der Abstand nach vorne war einfach zu groß. Im Sprint um Platz vier setzt sie sich gegen die Schwedin Hanna Öberg durch.

Nach einer schwachen Leistung im Sprint hat sich Denise Herrmann heute bei den Olympischen Spielen angemeldet. Mit nur zwei Schießfehlern und einer grandiosen Laufleistung schiebt sie sich als zweitbeste Deutsche auf Platz sechs. Und wäre der Fehler im allerletzten Schuss nicht gewesen – wer weiß, was noch möglich gewesen wäre! Franziska Hildebrand ist in der Loipe nicht die Stärkste. Daher ist es nicht überraschend, dass sie hinten raus noch zwei Plätze einbüßen musste. Drei Fehler im Liegendanschlag waren zu viel, sie wird Zwölfte. Knapp hinter ihr erreicht Vanessa Hinz als 13. das Ziel.

Da sprach im Lager der Eidgenössinnen vor dem Rennen alles über die starke Leistung von Irene Cadurisch, die auch heute zunächst gut dabei war. Doch sie musste im Stehendanschlag Federn lassen. macht aber nichts, denn die Schweizerinnen haben ja noch jemand: Lena Häcki gelingt das Kunststück, mit nur drei Fehlern am Schießstand von Platz 26 auf acht vorzustürmen!

Acht Fehler waren deutlich zu viel. Die Österreicherin Dunja Zdouc hat die zweifelhafte Ehre, das Rennen zu beenden. Als 58. und damit Letztplatzierte kommt sie ins Ziel. Etwas besser machte es Teamkollegin Katharina Innerhofer. Sie wird 40., konnte damit den 29. Platz vom Sprint ebenfalls nicht bestätigen.

Ein großer Name macht noch keinen großen Erfolg. Das müssen heute vor allem Kaisa Mäkäräinen und Darya Domracheva anerkennen. Die Finnin kann sich nach sechs Fehlern nicht wesentlich verbessern und wird 22. Weit nach hinten geht es für die Olympiasiegerin von Sotschi: Domracheva war Neunte im Sprint, schielte heute Richtung Podest. Doch bei der Weißrussin lief nichts zusammen. Nach sechs Fehlern – vier davon im letzten Stehendanschlag – stürzt sie auf Platz 37 ab.


Gold für Martin Fourcade – Bronze für Benedikt Doll

Mit französischer Flagge fährt Martin Fourcade jubelnd über die Linie. Nach dem misslungenen Auftakt mit drei Fahrkarten im Sprint hat es Martin Fourcade heute mal krachen lassen und der Konkurrenz seine Stärke demonstriert. Überlegen gewinnt der Franzose die Verfolgung und holt das zweite Olympia-Gold für Frankreich.

Der Schwede hat mehr Körner und gewinnt den Zielsprint. Benedikt Doll fehlen am Ende die Kräfte, aber es reicht zur Bronzemedaille! Ganz starkes Ding. Bronze für Deutschland! Im vierten Rennen gibt es für den DSV die vierte Medaille zu bejubeln! Nach dem Doppeltriumph von Laura Dahlmeier und dem Gold von Arnd Peiffer springt heute Benedikt Doll in die Bresche und holt nach einer grandiosen Verfolgung Bronze! Für den Sprint-Weltmeister von 2017 ist es das erste olympische Edelmetall.
Mit einer Minute Rückstand läuft der Rest des Feldes ein. Der Norweger Tarjei Bø wird Vierter und landet direkt vor Simon Schempp, der einen starken fünften Platz belegt.

Der Schweizer lässt im letzten Schießen seine zweite Scheibe stehen und verspielt so ein noch besseres Ergebnis. Rang sechs ist aber trotzdem ein Top-Ergebnis! Serafin Wiestner landet auf Rang 28

Nach dem guten Sprint-Rennen hatte sich vor allem Julian Eberhard mehr erhofft, doch allein fünf Fehler im stehenden Anschlag kosteten den Österreicher ein besseres Ergebnis. So steht am Ende Rang 15 direkt hinter Landsmann Simon Eder mit zwei Fehlern zu Buche. Dominik Landertinger wird 26.

Die hochgehandelten Norweger werden nicht zufrieden sein. Tarjei Bø machte noch das beste Rennen, vergab aber am Ende mit zwei Fehlern eine Medaillenchance. Erlend Bjøntegaard (4 Fehler, Platz 9), Emil Hegle Svendsen (5/20) und Johannes Thingnes Bø (6/21) bleiben vor allem beim Schießen einiges schuldig.

Nach dem heutigen Verfolgungs-Doppelpack dürfen sich die Skijäger und Skijägerinnen morgen ausruhen. Am Mittwoch geht es dann mit dem 15 Kilometer Einzelrennen der Frauen weiter.