Verfolgungssieg für Laura Dahlmeier!

Foto: Petr Slavík, Český biatlon

Unter dem Jubel der tausenden Fans läuft Laura Dahlmeier dem Ziel entgegen und freut sich über ihren zweiten Saisonsieg. Herzlichen Glückwunsch! Dahinter geht Darya Domracheva die Puste aus. Dorothea Wierer holt zur Freude der Gastgeber den zweiten Platz.

Als Vierte kommt Tiril Eckhoff an und freut sich dennoch über das erneut gute Ergebnis. Dahinter fliegt Kaisa Mäkäräinen mit Startnummer 26 auf Rang fünf. Alle Achtung!
Großen Respekt müssen wir Darya Domracheva zollen. Im Kampf um Platz zwei trat die Weißrussin ihrer Kontrahentin versehentlich den Stock aus der Hand und nutzte das in der Folge nicht aus. Sicherlich hätte die 31-Jährige das Zeug gehabt, diesen Schluss-Sprint zu gewinnen. Sie aber ließ Dorothea Wierer fair den Vortritt.

Schnellste in der Loipe war heute Denise Herrmann. Fünf Strafrunden aber ließen sich nicht kompensieren. Angesichts dessen ist Rang zwölf noch eine gutes Ergebnis. Zwei Positionen weiter vorn gelang Franziska Preuß nun auch offiziell die Olympia-Qualifikation. Franziska Hildebrand reihte sich nach drei Fehlschüssen auf Platz 18 ein. Vanessa Hinz mit noch einem Fehler mehr auf Rang 20 zurück. Genauso oft musste Maren Hammerschmidt in die Runde, arbeitete sich mit der fünften Laufzeit aber dennoch von 49 auf 24 vor.

Vollkommene Fehlerfreiheit am Schießstand war heute selten. Exakt drei Athletinnen gelang dieses Kunststück. Beste von denen war Galina Vishnevskaya. Die Kasachin schob sich damit an Position sechs. Insofern zeigte sich Laura Dahlmeier mit einer Strafrunden hervorragend aufgestellt, entschied darüber das Rennen für sich. Am Ende haben wir 56 Damen in der Wertung, weil Ivona Fialkova nach neun Fehlern entnervt überrundet wurde.

Ein gutes Rennen zeigte Lisa Theresa Hauser. Erst bei den Stehendschießen kassierte die Österreicherin je einen Fehler und landete letztlich an Position 16. Die beiden anderen ÖSV-Starterinnen schafften es mit jeweils fünf Strafrunden nicht in die Weltcuppunkte.

Wäre der erste Liegendanschlag nicht gewesen, hätte es ganz weit vor gehen können für Selina Gasparin. Nur dort aber blieben drei Ziele unberührt. So sortierte sich die Schweizerin am Ende als 19. ein. Ihre Schwester Elisa fiel mit sieben Fahrkarten von Acht auf 44 zurück – direkt hinter Irene Cadurisch, die als 43. wie Lena Häcki (51.) ebenfalls ohne Weltcuppunkte blieb.

Ergebnisse

Autor: Michel Henschel