Einmal mehr stellte Martin Fourcade seine Klasse unter Beweis

Einmal mehr stellte der beste Biathlet unserer Tage seine Klasse unter Beweis. Mit einem klug eingeteilten Rennen sowie sehr besonnenen und dafür fehlerfreien Schießeinlagen hielt Martin Fourcade seine Kontrahenten in Schach und gewann den Sprint der Herren in Oberhof. Hinter dem Franzosen zeigten sich die Norweger mannschaftlich stark. Etwas überraschend lief Emil Hegle Svendsen noch vor den Bø-Brüdern auf Rang zwei. Der Laufschnellste Johannes Thingnes wurde Dritter, Tarjei Fünfter. Dazwischen schrammte der famos auftrumpfende Tim Burke um knapp acht Sekunden am Podium vorbei.
Eher enttäuschend verlief das Rennen aus deutscher Sicht. In Sachen Laufform präsentierten sich die DSV-Athleten gar nicht so schlecht, doch am Schießstand patzten sie reihenweise. Keiner der fünf deutsche Athleten kam fehlerfrei durch. Entsprechend reichte es nicht für die Top 10. Bester war Arnd Peiffer (zwei Strafrunden) als Zwölfter. Weltmeister Benedikt Doll wurde Siebzehnter. Immerhin liefen auch Johannes Kühn (20.), Romans Rees (30.) und Simon Schempp (34.) in die Weltcuppunkte. Doch vor allem Letzteren dürfte dieses Ergebnis gar nicht zufriedenstellen.
Sonderlich viel Freude hatten heute auch die Österreicher nicht. Ihr Bester war Julian Eberhard als Achtzehnter. Bruder Tobias wurde 31. und staubte noch ein paar Punkte ab. Für den Verfolger qualifizierte sich immerhin Dominik Landertinger (51.), der nach der Verletzungspause Wettkampfpraxis sammeln muss. Die übrigen ÖSV-Sportler verpassten die Qualifikation für das morgige Rennen.
Besser kamen die Schweizer weg. Benjamin Weger schaffte es als Achter mal wieder in die Top 10. Für Jeremy Finello gab es bei fehlerfreiem Schießen Weltcuppunkte (27.). Dahinter wird es dann aber auch finster. Mit Mühe gelang Serafin Wiestner der Sprung in den Verfolger (50.). Das gelang zudem Eligius Tambornino mit einer Punktlandung auf Platz 60.
Foto: Petr Slavík, Český biatlon
Autor: Michel Henschel